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Inkontinenz Erklärung des Begriffs
Zwischen vier und fünf Millionen Menschen in der Bundesrepublik leiden an Inkontinenz. Inkontinenz bedeutet das Unvermögen Urin- und/ oder Stuhl bewusst zurückzuhalten und den Zeitpunkt der Entleerung selbst zu bestimmen. Inkontinenz kommt in allen Altersgruppen vor, vorwiegend jedoch sind ältere Menschen betroffen. Die größte Zahl leidet an Harninkontinenz.

Man nimmt an, dass bei den 60jährigen Frauen und Männern ca. 10 Prozent an Harninkontinenz erkranken, bei den 80jährigen sind es bereits 40 Prozent.

Noch heute ist Inkontinenz ein Tabuthema über das häufig, aus Scham und Hilflosigkeit, nicht gesprochen wird.

Die Betroffenen ziehen sich von Freunden und Bekannten zurück; Vereinsamung, Isolation und Hoffnungslosigkeit sind die Folge.
Das muss nicht sein und sollte keinesfalls als unabänderliches Altersschicksal hingenommen werden. Es gibt Möglichkeiten, das Entstehen einer Inkontinenz zu verhindern oder eine bereits bestehende zu mildern oder zu heilen. Da die Ursachen verschiedenster Art sein können und um rechtzeitig eine geeignete und erfolgreiche Therapie zu gewährleisten, ist es wichtig bei ersten Anzeichen einen Arzt aufzusuchen.

Neben operativer und medikamentöser Therapie gibt es die physikalischen Behandlungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel:

  • Beckenbodengymnastik bei Schließmuskelschwäche,
  • Blasen- und Toilettentraining,
  • Elektrostimulation oder Biofeedback

Greifen die genannten Therapieformen nur langsam oder gar nicht, können je nach Grad der Inkontinenz unterschiedlich saugfähige Einlagen benutzt werden. Sie sind anatomisch geformt und besitzen einen Nässeaustrittsschutz. Desweiteren gibt es ableitende Systeme, die über verschiedene Möglichkeiten wir Katheter oder Kondomurinale den Harn abführen.

Bei weiteren Fragen zum Thema „INKONTINENZ“ und deren Therapieformen können Sie sich gern an unsere kompetenten Inkontinenz- Beraterinnen im Sanitätshaus wenden.

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